Pressemitteilung: Typisch Winter?! Der Arbeitsmarkt Westmecklenburg im Februar 2021

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Nr. 11 / 2021 – 2. März 2021

  • Entwicklung Arbeitslosigkeit: 18.552 Arbeitslose, 311 mehr als im Januar und 2.835 mehr als im Februar 2020
  • Arbeitslosenquote: 7,6Prozent
  • Arbeitslosenquoten in den Landkreisen: Ludwigslust-Parchim – 6,7 Prozent; Nordwestmecklenburg – 7,2 Prozent und Schwerin – 10,1 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in Westmecklenburg ist im Februar gestiegen. Allerdings nicht so sehr, wie in Corona-Zeiten vielleicht befürchtet. „Üblicherweise erreichen wir im Februar den Höhepunkt der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf. So liegt die Zahl der Arbeitslosen in Westmecklenburg mit 18.552 um 311 oder 1,7 Prozent über dem Vormonatswert“, erklärte Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur.

Der Februar ist ein besonderer Monat. Bei allen aktuellen Herausforderungen – ein kurzer Rückblick an dieser Stelle: Mit 49.724 Arbeitslosen hatte der Westen Mecklenburgs 1998 die höchste Arbeitslosigkeit überhaupt seit der Wiedervereinigung zu verzeichnen. Im jetzigen Vergleich hat sich deren Zahl zum Februar 1998 um knapp 63 Prozent reduziert.

„Erfreulich ist, dass sich im Februar weniger Frauen und Männer aus Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben als im Vorjahr: Ein Minus von 154 oder 12,2 Prozent. Die Westmecklenburger Unternehmen tragen zu diesem Rückgang bei den Arbeitslosmeldungen bei – sie halten ihre Fachkräfte mit ihrem Know-how. Hier zeigt sich, dass unter anderem Kurzarbeitergeld sowie die Stützungsprogramme des Landes und Bundes Beschäftigung sichern und Entlassungen verhindern können“, so Sydow.

Die Arbeitslosenquote in Westmecklenburg liegt bei 7,6 Prozent (MV: 8,7 Prozent).

Kurzarbeitergeld

„Kurzarbeit ist das Instrument zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes“, betont Sydow. Insgesamt haben 380 Unternehmen für 2.869 Mitarbeiter*innen im Februar Kurzarbeit angezeigt. Im Vormonat waren es noch 583 Anzeigen für 3.910 Beschäftigte. Ob die Unternehmen Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen haben, zeigt sich erst mit Zeitverzug, denn die Betriebe haben eine Frist von drei Monaten, Kurzarbeit für ihre Arbeitnehmer abzurechnen. Die Auswertung für den Monat Oktober 2020 liegt aktuell vor: Für 7.377 Beschäftigte wurde in 913 Betrieben tatsächlich Kurzarbeitergeld abgerechnet. Angezeigt wurde Kurzarbeit ursprünglich für 50.291 Arbeitnehmer in 5.172 Unternehmen. (Kurzarbeiter-Quote: 4,5 Prozent)

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag in den drei Westmecklenburger Jobcentern im Februar bei 22.855. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Rückgang von 330 Personen (- 1,4 Prozent). In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren im Westen Mecklenburgs 10.730 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.016 (10,5 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor.

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im Februar sind insgesamt 1.867 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 280 oder 17,6 Prozent junge Frauen und Männer mehr als im Februar 2020. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt für diesen Personenkreis 9,7 Prozent.

Gemeldete Stellen

„Im Februar“, so der Agenturchef, „wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg 991 neue Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, 277 oder 21,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Betriebe sind bei der Personalsuche im Wintermonat Februar zurückhaltend. Die Zahl der Stellenmeldungen“ – so Sydow – „bewegt sich allerdings über dem Vormonatsniveau. Aktuell sind 4.491 zu besetzende Arbeitsstellen in unserem Bestand.

Auf einen Blick – Entwicklung in der Landeshauptstadt Schwerin

        Feb 21Veränd. zum VJ in ProzentJan 21Feb 20
Arbeitslosenquote
in Prozent
10,11,110,09,0
Arbeitslose4.92112,64.8724.372
darunter SGB III1.51124,31.5611.216
darunter SGB II3.4108,03.3113.156
darunter Jugendliche58014,2555508

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