Pressemitteilung: Ausbildung sichern in Krisenzeiten! Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

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Das Bundesprogramm, mit dem die Ausbildung in Unternehmen während der Covid-19-Pandemie unterstützt werden soll, wurde verlängert und die Förderungen ausgeweitet.

„Die Corona-Pandemie erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben junge Menschen auszubilden“, so Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. „Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm ‚Ausbildungsplätze sichern‘ beantragen. Viele Betriebe trotzen auch den Belastungen der zweiten Corona-Welle und stellen neue Auszubildende ein. Das ist gut so – für die Betriebe zur Sicherung ihrer Fachkräfte und für junge Menschen, die sich ihren Berufswunsch erfüllen möchten.“

Das Förderprogramm richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind. Ganz konkret können betroffene Unternehmen in vier Fällen Zuschüsse erhalten: Wenn das Ausbildungsangebot nicht verringert wird, wenn sogar zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden, wenn Azubis von der Kurzarbeit ausgenommen werden und wenn Azubis anderer Betriebe, die pandemiebedingt Insolvenz anmelden mussten, übernommen werden.

Für Ausbildungsverträge, die bis zum 31. Mai abgeschlossen werden gilt: Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die genauso viele Azubis einstellen wie durchschnittlich in den vergangenen drei Jahren, können 2.000 Euro pro abgeschlossenen Ausbildungsvertrag erhalten (Ausbildungsprämie). Unternehmen, die über dem Niveau der Vorjahre ausbilden, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro (Ausbildungsprämie plus).

Diese Regel wird für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen, ausgeweitet: So erhöht sich die Förderung auf 4.000 Euro bei der Ausbildungsprämie bzw. auf 6.000 Euro bei der Ausbildungsprämie plus. Zusätzlich wird auch der Kreis der förderfähigen Unternehmen erweitert. So können ab dem 1. Juni auch Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten die entsprechenden Förderungen beantragen.

Um die Ausbildungsprämie oder die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Das wird an bestimmten Kriterien festgemacht, wie dem Bezug von Kurzarbeitergeld oder einem Umsatzrückgang. Über die ganz konkreten Regelungen können sich die Unternehmen auf der Internetseite der Arbeitsagentur oder beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg informieren. In allen Fällen wird die Prämie nach erfolgreich abgeschlossener Probezeit ausgezahlt.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie können allerdings auch dazu führen, dass Auszubildende ihren Ausbildungsplatz verlieren – zum Beispiel, wenn deren Ausbildungsbetrieb insolvent ist oder der Betrieb die Ausbildung nicht fortführen kann. Übernimmt ein Betrieb solche Auszubildende, kann dieser eine sogenannte Übernahmeprämie erhalten. Dabei handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro. (Bisher lag dieser Zuschuss bei 3.000 Euro.)

Einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gibt es, wenn Unternehmen ihre Auszubildenden sowie deren Ausbilderinnen und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schicken. Auch diese Regelung galt bis vor Kurzem nur für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten.

Seit März 2021 können auch Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen. Ebenfalls seit März kann ein Teil der Lohnkosten der Ausbilderinnen und Ausbilder bezuschusst werden. Die Förderung umfasst die Hälfte der Brutto-Vergütung, gedeckelt auf 4.000 Euro, zuzüglich 20 Prozent Sozialversicherungspauschale.

„Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten und bilden Sie weiterhin aus!“, so der Agenturchef abschließend.

Alle Informationen und Antragsunterlagen rund um das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sind auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de/unternehmen* eingestellt.

Für weitere Fragen stehen den Unternehmen ihre persönlichen Ansprechpartner*innen im Arbeitgeber-Service zur Verfügung oder aber sie nutzen die kostenfreie Servicenummer 0800 4 5555 20.

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