Mit Vollgas in den „Sommer der Ausbildung“

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Pressemitteilung

Nr. 28 / 2021 – 14. Juni 2021

Mit Vollgas in den „Sommer der Ausbildung“

Erster Live-Ausbildungstag ermöglichte spannende Einblicke

Nach Monaten der Pandemie-bedingten Hemmungen kommt die Berufsorientierung jetzt so richtig in Fahrt. Beim ersten Ausbildungstag vor Ort präsentierte sich am vergangenen Samstag das Speditions- und Logistikunternehmen Wolfgang Matthiessen GmbH & Co. KG in Schwerin-Süd. Das war in gleich zweifacher Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal überhaupt konnten sich interessierte junge Leute auf diesem Betriebshof umsehen, Technik checken, in die riesigen Lastkraftwagen klettern, eine Waschstraße im XXL-Format durchlaufen und schon mal ‚Brummi-Fahren‘ üben – natürlich am Fahrsimulator. „Diese tolle Aktion ist auch unsere erste Präsenzveranstaltung in diesem Jahr, mit der wir den ,Sommer der Berufsausbildung’ beginnen. Es ist noch nicht zu spät: Jetzt loslegen, informieren und bewerben für die Zukunftschancen in der Region“, ermuntert Bereichsleiterin Peggy Kröger von der Agentur für Arbeit Schwerin alle potenziellen Azubis.

Ein paar von ihnen erlebten in kleinen Gruppen die Faszination der großen Technik. „Nach der langen Corona-Zeit ist es absolut erfrischend, dass sich der Besuch in der Spedition ziemlich normal anfühlt. Ich finde es hier richtig spannend“ sagt Dominik Pascal Kreyser. Der 17-Jährige aus Schwerin absolviert gerade ein berufsvorbereitendes Jahr. Eine Ausbildung im Lager kann er sich gut vorstellen. Vielleicht sogar eine als Berufskraftfahrer. Er überlegt jetzt, eine Bewerbung an die Firma Matthiessen zu schreiben. Auf jeden Fall etwas mit Autos will auch Mehmed Abdul künftig machen. Der 21-Jährige kam 2017 aus Syrien, hat inzwischen perfekt Deutsch gelernt, den Führerschein gemacht und die zehnte Klasse abgeschlossen. Er informiert sich jetzt über alles, was seinen Berufsstart erleichtert.

Beste Werbung für eine Ausbildung in der Spedition Matthiassen machten am Sonnabend die Azubis selbst. Philipp Knoth (21) beispielsweise wird im Winter mit der Lehre fertig. „Dann bin ich mein eigener Herr, kann selbst und flexibel entscheiden auf meinen deutschlandweiten Touren. Das ist eine enorme Verantwortung, die mir übertragen wird. Ich freue mich schon sehr“, sagt der angehende Berufskraftfahrer. Er schätzt das familiäre Ambiente im Unternehmen, die Aufgeschlossenheit und die tolle Technik. Eine überdurchschnittliche Vergütung punktet natürlich auch – keine Frage. Den Mix aus großen Maschinen und Büro bevorzugt Sönke Gosch. Der 20-Jährige lernt Speditionskaufmann, demnächst im zweiten Ausbildungsjahr. „Wir kennen uns hier alle und sind per du. Auf mich warten immer wieder neue Aufgaben, die ich anpacken kann.“ Mit anpacken dürfen alle. Auch schon Johann Rothenburger, der in Kürze seine Ausbildung in der Spedition beginnt. Der 19-Jährige aus Alt Meteln hatte sein Studium abgebrochen. „Das war schlichtweg nicht meins. Viel zu theoretisch.“ Das Praktische liegt ihm mehr. Und die großen Maschinen, viel Ladung sowie Verantwortung. Freunde hatten ihn auf die Arbeit im Logistikbereich aufmerksam gemacht. Daraufhin checkte Johann die Website von Mathiessen, die Social Media-Kanäle und später auch die Atmosphäre im Betrieb. „Passt alles bestens. Ich gehörte vom ersten Moment dazu“, stellte er fest und hatte eine Woche nach dem Bewerbungsgespräch seinen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

„Wir suchen keine Überflieger mit nur Einsen oder Zweien auf dem Zeugnis. Wir brauchen patente Jungs und Mädels, die Interesse haben, umgängliche Menschen sind und vielleicht auch handwerkliches Geschick mitbringen. Mein Versprechen: Wir nehmen jeden an die Hand, damit wir gemeinsam höchste Qualität erreichen, nachhaltig und sicher unterwegs sind und auf die Umwelt achten. Das kriegt man hin – selbst wenn man ,Diesel im Blut hat’, wie es in unserer Branche so schön heißt“, sagt Maike Mathiessen-Arens. Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens mit rund 50 Mitarbeitern am Standort in Schwerin. Sie ist von der Pike auf dem Fach verbunden, war die erste Berufskraftfahrerin damals bei ihrer Ausbildung und versprüht eine Menge Begeisterung. „Wir haben uns riesig gefreut, dass die Ausbildungspartner von Arbeitsagentur und IHK sofort zugesagt haben, unseren ersten Bewerbertag zu begleiten. Gerade nach dieser krassen Zeit wollen wir gemeinsam gute Angebote für junge Menschen unterbreiten.“

„Aktuell gibt es noch knapp 1.500 offene Ausbildungsstellen in Westmecklenburg. 1.100 Bewerber haben bislang keinen Vertrag in der Tasche“, weiß Monika Ziedorn, Vermittlungs- und Beratungsfachkraft im gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg. „Wer jetzt seine Chance nutzt, kann in der Region in eine gute Zukunft starten. Eine solide Ausbildung ist der beste Weg, Fachkräfte zu binden, Karriere zu machen und einen guten Verdienst zu sichern“, betont Peggy Kröger. Bei der Spedition Matthiesen ist das in den Berufsbildern Berufskraftfahrer/-in, Fachkraft Lagerlogistik und Fachpraktiker/in für Fahrzeugpflege möglich.

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