Arbeitslosengeld II /Sozialgeld

Das Arbeitslosengeld II bekommen erwerbsfähige Menschen, die ihren Lebensunterhalt und den in ihrer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen (Ehegatte, Partner, Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres) nicht aus eigenen Mitteln (z.B. Erwerbseinkommen, Kindergeld, Unterhalt, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Renten oder Vermögen) bestreiten können.

Nicht dauerhaft erwerbsunfähige Personen in einer Bedarfsgemeinschaft (z. B. Kinder unter 15 Jahren) erhalten das sogenannte Sozialgeld.

Das Arbeitslosengeld II/das Sozialgeld besteht aus verschiedenen Bausteinen, den sogenannten Bedarfen.

Der Regelbedarf wird als Pauschalbetrag gezahlt und jährlich zum 01. Januar eines Kalenderjahres angepasst.

Der Pauschalbetrag deckt die Kosten für

  • Ernährung,
  • Kleidung,
  • Haushaltsenergie (ohne Heizung und Warmwassererzeugung),
  • Körperpflege,
  • Hausrat und
  • die Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Wie Sie diesen Betrag verwenden, entscheiden Sie selbst. Sie sollten monatlich einen Betrag ansparen – für den Fall, dass Sie zum Beispiel ein Haushaltsgerät ersetzen müssen.

Die genauen Beträge* finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Das Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld wird in der Regel für 1 Jahr bewilligt.

Unter bestimmten Voraussetzungen wird Arbeitslosengeld II/Sozialgeld nur für 6 Monate gewährt, wenn zum Beispiel:

  • Ihr Einkommen schwankt,
  • Sie selbstständig tätig sind oder
  • die Kosten für Ihre Unterkunft und Heizung unangemessen sind.

Endet Ihr Bewilligungszeitraum, prüft das Jobcenter, ob Sie weiterhin einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben. Stellen Sie dafür bitte rechtzeitig einen Weiterbewilligungsantrag (WBA)*.

Die Auszahlung des Arbeitslosengeldes II / Sozialgeldes erfolgt grundsätzlich monatlich zum 1. des laufenden Kalendermonates auf das bei der Antragstellung mitgeteilte Konto. Eine anteilige Zahlung auf ein Konto eines weiteren Mitgliedes in der Bedarfsgemeinschaft ist ebenfalls möglich.

Die Geldinstitute sind jedoch gesetzlich verpflichtet, jeder Bürgerin und jedem Bürger ein Basiskonto einzurichten. Eine Verweigerung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

* externer Link