Pressemitteilung – Der Arbeitsmarkt Westmecklenburg im Dezember 2025

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Nr. 01 / 2026 – 7. Januar 2026

Der Arbeitsmarkt Westmecklenburg im Dezember 2025

  • Entwicklung Arbeitslosigkeit: 17.251 Arbeitslose, 154 mehr als im November und 550 weniger als im Dezember 2024
  • Arbeitslosenquote: 7,1 Prozent
  • Arbeitslosenquoten in den Landkreisen: Ludwigslust-Parchim: 6,0 Prozent; Nordwestmecklenburg: 6,7 Prozent und Schwerin: 10,2 Prozent


Die Arbeitslosenzahlen im Bezirk der Schweriner Arbeitsagentur sind gegenüber dem Vormonat um 154 oder 0,9 Prozent auf 17.251 leicht angestiegen. Im Dezember liegt die Arbeitslosenquote in Westmecklenburg bei 7,1 Prozent (MV: 8,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 550 oder 3,1 Prozent gesunken.

„Im Dezember steigt gewöhnlich – saisonbedingt – die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat November an. Mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,9 Prozentpunkte fällt dieser saisontypisch gering aus. Dies ist in den aktuellen Zeiten und all den damit verbundenen Unsicherheiten eine gute Nachricht. Der Westmecklenburger Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Krisen weiterhin robust“, so der Chef der Arbeitsagentur, Guntram Sydow.

Kurzarbeitergeld

Im Dezember haben insgesamt 7 Unternehmen für 114 Mitarbeiter*innen Kurzarbeit angezeigt. Ob die Unternehmen Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen haben, zeigt sich erst mit Zeitverzug, denn die Betriebe haben eine Frist von drei Monaten, Kurzarbeit für ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzurechnen. Die Auswertung für den Monat August 2025 liegt aktuell vor: Für 401 Beschäftigte wurde in 13 Betrieben tatsächlich Kurzarbeitergeld abgerechnet (Kurzarbeiter-Quote: 0,2 Prozent).

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende lag in den drei Westmecklenburger Jobcentern im Dezember bei 21.193. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Rückgang von 1.245 Personen (-5,5 Prozent). In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 11.127 Menschen arbeitslos gemeldet, 621(-5,3 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Aktuell sind 1.442 Ukrainer*innen arbeitslos gemeldet; im Dezember 2024 lag ihre Zahl bei 1.321.

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im Dezember sind insgesamt 1.878 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 87 oder 4,9 Prozent junge Frauen und Männer mehr als im Dezember 2024. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 8,4 Prozent. 


Auf einen Blick – Entwicklung in der Landeshauptstadt Schwerin

       Dez 25Veränd. zum VJ in %Nov 25Dez 24
Arbeitslosenquote in %10,2-0,1 p. P.

10,3
10,3
Arbeitslose5.1220,3

5.199
5.105
darunter SGB III1.2868,3

1.301
1.187
darunter SGB II3.836-2,1

3.898
3.918
darunter Jugendliche65210,9

634
588

Gemeldete Stellen

Im Dezember wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg 915 freie Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Seit Jahresbeginn 2025 waren es insgesamt 10.154; 413 mehr (+ 4,2 Prozent) als ein Jahr zuvor. Aktuell sind 4.595 zu besetzende freie Arbeitsstellen in unserem Bestand – das sind 373 (-7,5 Prozent) weniger als im November. Einstiegsmöglichkeiten bieten sich aktuell insbesondere im Bereich der Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Baugewerbe sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Jahresdurchschnittsvergleich – Arbeitslosenquote Westmecklenburg:






2019

2020

2021

2022

2023

2024

2025
Westmecklenburg6,16,86,86,57,17,27,3
Landeshauptstadt Schwerin8,79,59,28,99,510,210,6
Landkreis Nordwestmecklenburg5,86,46,56,46,96,86,7
Landkreis Ludwigslust-Parchim5,36,06,05,66,06,36,2

Im Jahresdurchschnitt 2025 gab es in Westmecklenburg 17.830 Arbeitslose, ein Anstieg von 0,6 Prozent oder 100 gegenüber dem Jahr 2024. „Ich blicke verhalten optimistisch auf den Arbeitsmarkt im Jahr 2026“, erklärt Sydow. „Die Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung steht angesichts der konjunkturellen Flaute, tiefgreifender Transformationen und der Arbeitskräfteknappheit vor beträchtlichen Herausforderungen. Die Folgen der demografischen Entwicklung werden noch spürbarer und auch die Digitalisierung spielt eine große Rolle, da Ansprüche an Qualifikationen von Fachkräften steigen. Das heißt: Das drängendste Problem des Arbeitsmarktes in Westmecklenburg ist und bleibt trotz aller Wirtschaftsproblematiken die Fachkräftesicherung. Es muss allen bewusst sein, dass es bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels eine Vielzahl von Ansatzpunkten gibt – von der dualen Ausbildung über die Qualifizierung, die Sicherung und Ausschöpfung von Erwerbspotenzialen bis zur Fachkräftezuwanderung. Dazu gehört allerdings auch, dass wir gemeinsam alle Potenziale der Arbeitslosen und der Beschäftigten durch Weiterbildung entwickeln und nutzen“, so der Agenturchef abschließend.

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